Warum duftet ein Parfum zunächst frisch und später warm oder pudrig? Die Antwort liegt im Zusammenspiel seiner Duftnoten. In diesem Duftlexikon entdecken Sie von A bis Z, wie bekannte Duftnoten riechen, welche Eindrücke sie wecken und womit sie besonders schön harmonieren.
Ein Parfum kann an einen Garten im Frühling, an einen Waldspaziergang oder an frisch gerösteten Kaffee erinnern. Solche Eindrücke entstehen durch natürliche Duftstoffe, synthetische Duftmoleküle und sorgfältig komponierte Akkorde. Nicht jeder genannte Geruch stammt also direkt aus der entsprechenden Pflanze oder Frucht.
Was sind Kopf-, Herz- und Basisnoten?
Die Kopfnote prägt oft den ersten Eindruck – beispielsweise mit Zitrone oder Bergamotte. Die Herznote zeigt einen wichtigen Teil des Duftcharakters, etwa Rose oder Jasmin. Die Basisnote gibt häufig Tiefe und einen lang anhaltenden Ausklang, etwa durch Hölzer, Harze oder Moschusstoffe. Diese Phasen überschneiden sich; die Duftpyramide ist eine anschauliche Orientierung, keine starre Uhr.
Duftnoten von A bis Z entdecken
Wählen Sie einen Buchstaben, um direkt zur gewünschten Duftnote zu springen.
A – Duftnoten
Amber
Warm, weich und balsamisch. Meist ein Akkord aus harzigen, vanilligen und würzigen Eindrücken.
Passt gut zu: Vanille, Sandelholz.
Apfel
Knackig und fruchtig; grüne Varianten wirken oft säuerlicher.
Passt gut zu: Birne, Jasmin.
Anis
Süß-würzig und leicht lakritzartig.
Passt gut zu: Lavendel, Vanille.
B – Duftnoten
Bergamotte
Spritzige Zitrusfrische mit feinherber, aromatischer Nuance.
Passt gut zu: Lavendel, Neroli.
Benzoe
Ein Harz mit warmer, balsamischer und vanilleartiger Wirkung.
Passt gut zu: Amber, Weihrauch.
Birne
Saftig, weich und fruchtig-süß.
Passt gut zu: Freesie, Moschus.
C – Duftnoten
Cassis
Schwarze Johannisbeere: fruchtig, herb und grün.
Passt gut zu: Rose, Pfingstrose.
Cashmeran
Ein Duftmolekül mit holzigen, moschusartigen und würzigen Facetten.
Passt gut zu: Sandelholz, Amber.
Clementine
Sonnig, saftig und zitrisch-süß.
Passt gut zu: Orangenblüte, Neroli.
D – Duftnoten
Damaszenerrose
Üppig rosig, mit möglichen honigartigen und würzigen Nuancen.
Passt gut zu: Patchouli, Moschus.
Davana
Aromatisch-krautig, warm und manchmal fruchtig-likörartig.
Passt gut zu: Vanille, Amber.
E – Duftnoten
Eichenmoos
Moosig, erdig und leicht bitter; klassisch für Chypre-Düfte.
Passt gut zu: Bergamotte, Patchouli.
Elemi
Harzig, frisch, pfeffrig und zitrisch.
Passt gut zu: Weihrauch, Zedernholz.
Eukalyptus
Kühl, klar und krautig-kampferartig.
Passt gut zu: Minze, Lavendel.
F – Duftnoten
Feige
Je nach Akkord grün-blättrig, milchig oder fruchtig-süß.
Passt gut zu: Sandelholz, Kokosnuss.
Flieder
Zart, blumig und frühlingshaft; meist als Akkord nachgebildet.
Passt gut zu: Maiglöckchen, Moschus.
Freesie
Luftig, frisch und dezent blumig.
Passt gut zu: Birne, Pfingstrose.
G – Duftnoten
Gardenie
Cremig, intensiv und weißblumig.
Passt gut zu: Jasmin, Tuberose.
Geranie
Rosig, grün und leicht minzig-aromatisch.
Passt gut zu: Lavendel, Vetiver.
Grapefruit
Prickelnd-zitrisch mit charakteristischer Bitterkeit.
Passt gut zu: Vetiver, Zedernholz.
H – Duftnoten
Heliotrop
Pudrig, mandelartig und vanillig.
Passt gut zu: Iris, Tonkabohne.
Honig
Warm, süß, manchmal blumig oder animalisch.
Passt gut zu: Tabak, Rose.
Himbeere
Saftig-süß mit leichter Fruchtsäure.
Passt gut zu: Rose, Vanille.
I – Duftnoten
Iris
Elegant, pudrig und leicht erdig; Duftmaterial stammt vor allem aus bearbeiteten Wurzelstöcken.
Passt gut zu: Veilchen, Moschus.
Ingwer
Spritzig und frisch-würzig.
Passt gut zu: Bergamotte, Kardamom.
Immortelle
Strohblume mit Heu-, Honig- und würzigen Eindrücken.
Passt gut zu: Tabak, Amber.
J – Duftnoten
Jasmin
Blumig, reichhaltig und je nach Material auch grün oder animalisch.
Passt gut zu: Rose, Sandelholz.
Johannisbeere
Rot eher säuerlich-fruchtig, schwarz als Cassis auch grün-herb.
Passt gut zu: Rose, Moschus.
Japanische Kirschblüte
Ein meist zarter, luftiger Blütenakkord.
Passt gut zu: Pfingstrose, Moschus.
K – Duftnoten
Kardamom
Aromatisch-würzig, mit kühlen und leicht zitrischen Facetten.
Passt gut zu: Sandelholz, Vanille.
Kokosnuss
Cremig, milchig und tropisch.
Passt gut zu: Tiaré, Vanille.
Kaffee
Geröstet, dunkel und aromatisch.
Passt gut zu: Kakao, Tonkabohne.
L – Duftnoten
Lavendel
Krautig, aromatisch und blumig-frisch.
Passt gut zu: Bergamotte, Tonkabohne.
Leder
Ein Akkord von weichem Wildleder bis zu dunklen, rauchigen Eindrücken.
Passt gut zu: Safran, Iris.
Limette
Grün, spritzig und säuerlich.
Passt gut zu: Minze, Ingwer.
M – Duftnoten
Moschus
Moderne Moschusstoffe können sauber, weich, pudrig oder warm wirken.
Passt gut zu: Blüten, Hölzer.
Magnolie
Sanft blumig mit frischen, teils zitrischen Facetten.
Passt gut zu: Bergamotte, Moschus.
Maiglöckchen
Frisch, grün und zart blumig; als Akkord nachgebildet.
Passt gut zu: Flieder, Freesie.
N – Duftnoten
Neroli
Öl aus Bitterorangenblüten: frisch, floral und zitrisch.
Passt gut zu: Bergamotte, Lavendel.
Nelke
Kann die würzige Gewürznelke oder die blumig-würzige Gartennelke meinen.
Passt gut zu: Rose, Zimt.
Nashi-Birne
Leicht, knackig und saftig.
Passt gut zu: Freesie, Moschus.
O – Duftnoten
Oud
Harzreiches Adlerholz: tief, holzig, teils rauchig oder ledrig.
Passt gut zu: Rose, Safran.
Orangenblüte
Sonnig, floral und leicht süß.
Passt gut zu: Jasmin, Vanille.
Osmanthus
Blumig mit aprikosenartigen und manchmal ledrigen Facetten.
Passt gut zu: Tee, Iris.
P – Duftnoten
Patchouli
Erdig, holzig, krautig und manchmal süßlich.
Passt gut zu: Rose, Amber.
Pfingstrose
Ein meist frischer, zarter Blütenakkord.
Passt gut zu: Birne, Freesie.
Pfeffer
Schwarzer Pfeffer trocken-würzig, rosa Pfeffer oft heller und fruchtiger.
Passt gut zu: Vetiver, Zitrus.
Q – Duftnoten
Quitte
Fruchtakkord zwischen Apfel und Birne, mit feiner Herbe.
Passt gut zu: Rose, Moschus.
R – Duftnoten
Rose
Von taufrisch und grün bis süß, pudrig und würzig.
Passt gut zu: Oud, Patchouli.
Rosmarin
Grün, mediterran, aromatisch und leicht kampferartig.
Passt gut zu: Lavendel, Bergamotte.
Rum
Ein warmer, würziger, leicht alkoholisch wirkender Akkord.
Passt gut zu: Vanille, Tabak.
S – Duftnoten
Sandelholz
Weich, cremig und warm-holzig.
Passt gut zu: Iris, Vanille.
Safran
Warm-würzig, gelegentlich ledrig oder metallisch wirkend.
Passt gut zu: Oud, Rose.
Salbei
Krautig, aromatisch und frisch.
Passt gut zu: Lavendel, Vetiver.
T – Duftnoten
Tonkabohne
Süß, mandelig, vanillig und heuartig.
Passt gut zu: Lavendel, Tabak.
Tabak
Trocken, warm, würzig, manchmal honigartig.
Passt gut zu: Vanille, Rum.
Tuberose
Opulent, cremig und intensiv weißblumig.
Passt gut zu: Jasmin, Sandelholz.
U – Duftnoten
Ume
Japanische Aprikosenblüte; in Parfums meist ein zarter floraler Akkord.
Passt gut zu: Tee, Moschus.
Unterholz
Keine einzelne Zutat, sondern ein Akkord aus Erde, Moos, Laub und Holz.
Passt gut zu: Vetiver, Eichenmoos.
V – Duftnoten
Vanille
Cremig, süß, balsamisch oder auch würzig.
Passt gut zu: Tonkabohne, Amber.
Vetiver
Trocken, erdig, holzig; je nach Öl auch frisch oder rauchig.
Passt gut zu: Grapefruit, Zedernholz.
Veilchen
Zart, blumig und pudrig.
Passt gut zu: Iris, Moschus.
W – Duftnoten
Weihrauch
Harzig, balsamisch, manchmal rauchig und zugleich frisch.
Passt gut zu: Myrrhe, Zedernholz.
Wacholder
Nadelig, aromatisch und ginartig-frisch.
Passt gut zu: Rosmarin, Pfeffer.
Weißer Moschus
Bezeichnung für besonders saubere, weiche Moschusakkorde.
Passt gut zu: Iris, Maiglöckchen.
X – Duftnoten
Xerische Eindrücke
Kein etablierter Duftrohstoff: beschreibt hier bildhaft trockene, staubige oder sonnenwarme Akkorde.
Passt gut zu: Vetiver, trockene Hölzer.
Hinweis: Unter X gibt es kaum allgemein gebräuchliche deutsche Duftnoten-Bezeichnungen. Deshalb ist dieser Eintrag ausdrücklich eine Duftbeschreibung und keine anerkannte einzelne Duftnote.
Y – Duftnoten
Ylang-Ylang
Süß, cremig, exotisch und intensiv blumig.
Passt gut zu: Jasmin, Vanille.
Yuzu
Ostasiatische Zitrusfrucht mit spritzig-herber, aromatischer Frische.
Passt gut zu: Ingwer, Neroli.
Z – Duftnoten
Zedernholz
Trocken, klar und holzig, gelegentlich bleistiftartig.
Passt gut zu: Vetiver, Iris.
Zimt
Warm, süß und würzig.
Passt gut zu: Vanille, Apfel.
Zitrone
Hell, lebendig und spritzig.
Passt gut zu: Bergamotte, Rosmarin.
Welche Duftfamilie passt zu Ihnen?
Blumig: Rose, Jasmin und Freesie reichen von luftig bis opulent. Fruchtig: Birne, Apfel oder Cassis wirken saftig und lebendig. Zitrisch: Bergamotte, Limette und Grapefruit bringen Frische. Holzig: Sandelholz, Vetiver und Zedernholz vermitteln Wärme oder trockene Eleganz. Amber: Vanille, Harze und Gewürze ergeben oft ein weiches, einhüllendes Gefühl. Gourmand: Kaffee, Kakao und Tonkabohne erinnern an köstliche Aromen. Aromatisch: Lavendel, Rosmarin und Salbei wirken krautig und klar.
Warum riecht dasselbe Parfum auf jeder Haut etwas anders?
Hautbeschaffenheit, Temperatur, Dosierung und die individuelle Geruchswahrnehmung können verändern, wie wir einen Duft erleben. Auch Erinnerungen spielen mit: Was für den einen nach Urlaub riecht, erinnert andere an einen vertrauten Menschen.
Häufige Fragen zu Duftnoten
Welche Duftnoten halten besonders lange?
Viele holzige, harzige und moschusartige Duftstoffe sind vergleichsweise beständig. Entscheidend ist jedoch die konkrete Rezeptur, nicht allein der Name einer Duftnote.
Sind natürliche Duftstoffe besser als synthetische?
Nicht grundsätzlich. Beide können hochwertige Parfums ermöglichen. Die Herkunft allein sagt weder etwas über die Qualität noch über die individuelle Verträglichkeit aus.
Was bedeutet „pudrig“ bei Parfum?
Damit beschreibt man einen weichen Eindruck, der an feinen Kosmetikpuder erinnert. Iris, Veilchen und bestimmte Moschusstoffe können dazu beitragen.
Sind viele Duftnoten ein Zeichen für Qualität?
Nein. Entscheidend ist, wie stimmig die Duftkomposition wirkt – nicht, wie lang ihre Notenliste ist.
Ein Duft muss nicht jedem gefallen – er muss zu Ihnen passen
Vielleicht lieben Sie die Klarheit der Bergamotte, die Eleganz der Rose oder die Wärme der Vanille. Nutzen Sie dieses Lexikon als Wegweiser, probieren Sie in Ruhe aus und entdecken Sie Ihren eigenen Duftgeschmack. Im Schnupper Stübchen Parfum Onlineshop möchten wir Ihnen helfen, Parfums nicht nur zu finden, sondern besser zu verstehen.